Sonntag, 25. April 2010
porcaria
diegolego, 16:57h
Herzlichen Glückwunsch! Ich bin ja mal gespannt, wie das in 1500m Tiefe in Ordnung gebracht werden soll. Die Katastrophe ist vorprogrammiert.
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Samstag, 24. April 2010
Kunst der Mächtigen
diegolego, 22:19h
Heute habe ich mir mit ein paar Freunden die Ausstellung „Macht zeigen – Kunst als Herrschaftsstrategie“ im historischen Museum angesehen. Es geht darum, wie sich die ‚Elite’ Deutschlands der Kunst bedient. Gezeigt werden zum Beispiel Schröder, Westerwelle, Wowereit, aber auch Ackermann und andere sog. Manager. Es scheint zum Chique zu gehören, daß man seine Arbeitsräume mit moderner Kunst ausstattet. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Kunst im Rücken, also die Bilder, die über den Schreibtischen hängen, wie etwa Merkels Adenauer-Portrait. Bekannt ist auch die Brandt-Statue in der SPD-Zentrale. Es wird versucht, zumindest suggestiv, an die Erfolge der Vorgänger anzuknüpfen. Legendär ist das Schröder-Portrait in der Kanzlergalerie, gemalt von Immendorff. Die Darstellung als Goldjunge paßt zu seinem ambivalenten Image. Ich glaube, niemand wird abstreiten, daß das Kohl-Portrait, eigentlich gar nicht Teil der Ausstellung, künstlerisch das schwächste aller Kanzler-Portraits ist. Es werden auch Beispiele aus Frankreich gezeigt, die deutlich konservativer sind. Eine Message der Ausstellung scheint zu sein, daß es eine deutsche Eigenart sei, sich als Machthaber mit dieser Art von Kunst zu zeigen. Allerdings mangelt es meiner Meinung nach an Vergleichen mit anderen Ländern, um diese These zu bekräftigen. Erschreckend finde ich wie verbreitet moderne Kunst in der Geschäftswelt ist. Man könnte den Eindruck gewinnen, manche Künstler lebten einzig davon, Firmengebäude auszustaffieren, was wiederum zeigt, daß Kunst auch nur ein Geschäft darstellt – oder ist da mehr?
In Bilanz ist die Ausstellung recht interessant und besser als erwartet.
In Bilanz ist die Ausstellung recht interessant und besser als erwartet.
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Mittwoch, 21. April 2010
Nachrichtensperre
diegolego, 16:21h
Spiegel hat ja schon vor zwei Wochen davon berichtet: Der Verrat, über den niemand schreiben darf
(tagesschau)
(tagesschau)
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Mittwoch, 14. April 2010
"Ich habe noch von keinem gehört, der seine Filme nach der Zahl der Dimensionen aussucht"
diegolego, 19:04h
In dem Artikel "Warum ich 3-D hasse!" geht es um Blogger, die sich gegen das sich etablierende 3D-Kino auflehnen.
Ich für meinen Teil muß ja eingestehen, daß ich Avatar boykottiert habe. Das hat aber auch mit meiner Enttäuschung zu tun, nachdem ich Titanik gesehen hatte.
Ich lehne das dreidimensionale Kino vor allem deshalb ab, weil ich befürchte, daß Szenen nur aus dem Grund eingebaut werden, um den 3D-Effekt zu verdeutlichen. In vielen normalen Szenen - besonders bei großen Entfernungen und ohne Objekte im Vordergrund - dürfte nichts davon wahrzunehmen sein.
Ich kann aber auch eine gewisse konservative Neigung nicht leugnen (in Wahrheit bin ich eben doch ein Spießer und will als Renter nach Bayern ziehen, um CSU zu wählen).
Ich für meinen Teil muß ja eingestehen, daß ich Avatar boykottiert habe. Das hat aber auch mit meiner Enttäuschung zu tun, nachdem ich Titanik gesehen hatte.
Ich lehne das dreidimensionale Kino vor allem deshalb ab, weil ich befürchte, daß Szenen nur aus dem Grund eingebaut werden, um den 3D-Effekt zu verdeutlichen. In vielen normalen Szenen - besonders bei großen Entfernungen und ohne Objekte im Vordergrund - dürfte nichts davon wahrzunehmen sein.
Ich kann aber auch eine gewisse konservative Neigung nicht leugnen (in Wahrheit bin ich eben doch ein Spießer und will als Renter nach Bayern ziehen, um CSU zu wählen).
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Samstag, 10. April 2010
prima Klima
diegolego, 21:07h
telepolis schreibt: Mediales Perpetuum Mobile (ein update zur Klimadiskussion, mit interessanten weiterführenden Links).
Nachtrag: "Mischung aus Dummheit und Arroganz"
Nachtrag: "Mischung aus Dummheit und Arroganz"
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Samstag, 3. April 2010
Streich
diegolego, 22:26h
Kürzlich habe ich unsere erste und einzige Schülerzeitung (eine Jugendsünde von 1992) wiedergefunden und entdeckte etwas, das mich an eine alte Geschichte erinnerte. Damals war eine Zeit lang jemand in der Schule unterwegs, der größere Knallkörper in den Toiletten hat detonieren lassen. Die Explosionen waren nicht ohne und man konnte sie in weiten Teilen der Schule hören. Die Lehrer waren besorgt, weil ja jemand verletzt werden könnte (scheinbar waren solche Vorkommnisse aber nicht unüblich). Wir nannten ihn „Bombenleger“, auch wenn ihn keiner kannte, und scherzten „throw that bomb into the loo“. Wir waren offene Gegner des Systems und verstanden und als Widerstandszelle. Jedenfalls fanden wir die Aktion eigentlich ganz cool und haben selbst Ideen gesponnen, wie man das besser machen könnte. Schade nur, daß der echte Bombenleger das vermutlich vollkommen unmotiviert tat – also nur als Streich, des Nervenkitzels wegen und ohne aufrührerische Hintergedanken. Jedenfalls glaube ich, das früher so aufgefaßt zu haben. Irgendwann wurde er dann natürlich entlarvt, flog von der Schule und ich habe ihn nie wiedergesehen (kannte ihn aber auch bestenfalls vom Sehen). Erwischt hat ihn mein Mathe- und Sportlehrer, Vizedirektor und ehemaliger Bundeswehrler.
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Samstag, 27. März 2010
KvK @ Waslawska
diegolego, 00:49h
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Mittwoch, 24. März 2010
Landshut
diegolego, 10:10h
Gestern bin ich aufgrund eines Unfalls (Skifahren sollte verboten sein) in Landshut gelandet. Bisher war mir der Name nur von der Fugzeugentführung bekannt, die in Mogadischu endete. Jetzt muß ich feststellen, es ist eine gar seltsame Stadt. Die Straßen sind breit und es gibt kaum Fußgängerampeln. Überall fahren Autos, selbst in der Altstadt. Sie ist tatsächlich ganz schön und es gibt erstaunlich viele Eiscafes. Die Geschäfte schließen früh und pünktlich. Eigenartig ist, daß überall Leute herumlungern, was aber auch an dem schönen Wetter liegen kann (endlich). Sonst sind die Menschen nett, zumindest die, mit denen ich gespochen habe. In einer Buchhandlung war irgendeine Veranstaltung. Ich bin allerdings nicht hineingegangen – vielleicht habe ich das kulturelle Event des Jahres verpaßt. Abschließend muß ich anmerken, daß es eine Konstante gibt in Deutschland: Döner Kebab.
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Sonntag, 21. März 2010
nda
diegolego, 11:15h

Neue Deutsche Aphorismen (Herausgeber: Tobias Grüterich, Alexander Eilers, Eva Annabelle Blume; Edition Azur, 2010):
Der Aphorismus hat eine große Vergangenheit, aber keine Gegenwart – diesen traurigen Eindruck muss man zumindest angesichts der immer gleichen Klassikersammlungen gewinnen. Er ist jedoch falsch. Auch heute verstehen sich viele Autoren auf die Kunst, mit den Mitteln von Pointierung und Verdichtung das „kleinste mögliche Ganze“ (Musil) zu schaffen.
Tobias Grüterich, Alexander Eilers und Eva Annabelle Blume legen nach zweijähriger Recherche eine längst fällige Bestandsaufnahme vor: Aus über 200 Bänden haben sie die besten Aphorismen der letzten 25 Jahre ausgewählt.
Neue deutsche Aphorismen lädt dazu ein, das Werk von 91 maßgeblichen Autoren zu entdecken – darunter Elazar Benyoëtz, Franz Josef Czernin, Jürgen Große, Peter Handke, Franz Hodjak, Ulrich Horstmann, Manfred Rommel, Michael Rumpf, Hans Saner, Werner Schneyder, Hans-Horst Skupy, Sulamith Sparre, Gerhard Uhlenbruck und Martin Walser.
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Samstag, 20. März 2010
Hatz-IV
diegolego, 13:28h
Vor kurzem wurde in einigen Bundesländern diskutiert, Verhütungsmittel kostenlos an Hartz-IV-EmpfängerInnen auszugeben (tp1, tp2). Daß die Idee recht schnell aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden ist, bestätigt die Absurdität dieses Gedankens.
Immer wieder ist in Deutschland die Rede vom demographischen Wandel und Vergreisung, die gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen. Gleichzeitig werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Anreize zur Elternschaft zu geben, wie z.B. eine Erhöhung des Kindergeldes, Ganztagsschulen usw.
Mir stellt sich die Frage, wie man dann überhaupt auf die Idee kommen kann, diesen Bestrebungen entgegen wirken zu wollen, indem man Hartz-IV-Kinder „verhindert“. Ich finde die Diskussion pervers, weil sie impliziert, daß solche Kinder, aus den armen Schichten der Gesellschaft, weniger wert wären. Man sollte lieber versuchen, ihnen eine Chance zu geben (eigentlich mag ich den Begriff der Chancengleichheit nicht, weil er den Begriff der Gleichheit relativiert).
Damit wären wir bei dem nächsten Stichwort, nämlich Kinderarmut. Meines Erachtens ergibt der Ausdruck keinen Sinn. Kinder sind Teil einer Familie. Wenn Kinder arm sind, liegt das daran, daß die entsprechende Familie arm ist.
Nachtrag: Ich setze natürlich voraus, daß die Bezüge entsprechend ausgelegt sind, und ALG-II-Bezieher Verhütungsmittel kaufen können, wie es andere auch tun.
Außerdem hat mir jemand diesen Link geschickt.
Immer wieder ist in Deutschland die Rede vom demographischen Wandel und Vergreisung, die gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen. Gleichzeitig werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um Anreize zur Elternschaft zu geben, wie z.B. eine Erhöhung des Kindergeldes, Ganztagsschulen usw.
Mir stellt sich die Frage, wie man dann überhaupt auf die Idee kommen kann, diesen Bestrebungen entgegen wirken zu wollen, indem man Hartz-IV-Kinder „verhindert“. Ich finde die Diskussion pervers, weil sie impliziert, daß solche Kinder, aus den armen Schichten der Gesellschaft, weniger wert wären. Man sollte lieber versuchen, ihnen eine Chance zu geben (eigentlich mag ich den Begriff der Chancengleichheit nicht, weil er den Begriff der Gleichheit relativiert).
Damit wären wir bei dem nächsten Stichwort, nämlich Kinderarmut. Meines Erachtens ergibt der Ausdruck keinen Sinn. Kinder sind Teil einer Familie. Wenn Kinder arm sind, liegt das daran, daß die entsprechende Familie arm ist.
Nachtrag: Ich setze natürlich voraus, daß die Bezüge entsprechend ausgelegt sind, und ALG-II-Bezieher Verhütungsmittel kaufen können, wie es andere auch tun.
Außerdem hat mir jemand diesen Link geschickt.
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