Dienstag, 11. Dezember 2018
Gilets jaunes
Die Natur hat leider nicht die Möglichkeit, zu streiken. Die gestrige Arbeitsniederlegung bei der Bahn möchte ich aber zum Anlaß nehmen, auf eine interessante Beobachtung hinzuweisen. In Frankreich sind ja zZ die sog. Gelbwesten heftig am protestieren. Die Farbe gelb war nämlich bei den Studi-Protesten gewählt worden, als Farbe der Solidarität. Allerdings glaube ich, daß es in Frankreich eher Zufall ist, weil die Warnwesten diese Farbe haben. Bleibt die Frage, wer sich da eine goldene Nase verdient. Irgendwie erinnert mich das an die Spender des Desinfektionsmittels, die plötzlich überall installiert wurden, und die Feuermelder - nur eben bottom-up. Ich habe mich da ja nicht reingeleesen, aber mir ist so als sei es bei dem letzten großen Bahn-Streik die GDL gewesen (Claus Weselsky bleibt unvergessen). Dieses mal scheint es die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zu sein. Haut rein (und kommt an)!

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Freitag, 7. Dezember 2018
Alki
Das hat jetzt nichts mit bitcoin zu tun - nicht mal mit Computern. Aber habt Ihr Euch schon mal gefragt, warum es auf der Nordhalbkugel keine Pinguine gibt?



Die Antwort lautet: Weil sie ausgerottet wurden. Na gut, der Riesenalk war biologisch nicht direkt mit den Pinguinen verwandt (außer daß es auch Vögel waren), aber ökologisch dürften sie eine ähnliche Rolle gespielt haben. Die letzte verlässliche Sichtung erfolgte angeblich 1852. Das liest sich übrigens ganz interessant. Die Art wurde mehr und mehr abgeschlachtet. Die Tatsache, daß er selten wurde, weckte dann das Interesse der Sammler. Angeblich gibt es sogar in Gießen ein ausgestopftes Exemplar.

siehe auch: 21.12.2014

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Mittwoch, 5. Dezember 2018
dualcoin
Das gestrige Foto war nur als Auflockerung gedacht. Heute geht es nämlich inhaltlich weiter. Nachdem es einige bitcoin-Millionäre gab, hat das Thema Kryptowährung auch die letzten Winkel der Finanzwelt erreicht. Jetzt kommen immer wieder Meldungen, wie z.B. Zehn Jahre Bitcoin: Es werde Geld.

Ich hatte 2011 das erste mal bitcoins erwähnt. Wenn ich mich richtig erinnere, dann war das der Zeitpunkt zu dem ich mich das erste mal ein bißchen in die Thematik eingeleesen hatte - vielleicht war es auch die alternativlos-Folge. Damals habe ich das Konzept als Energieverschwendung und boykottierwürdig abgetan (sonst wäre ich heute vielleicht selbst Millionär). Jedenfalls hat das mal jemand Emissionsmäßig abgeschätzt: Kryptogeld als CO2-Treiber - mit verheerender Bilanz.

Im Folgenden will ich also (reichlich spät) ein paar Gedanken zum Thema festhalten. Korrigiert bzw. ergänzt mich bitte, falls nötig.
- Grundsätzlich finde ich die Idee einer virtuellen Währung spannend, weil sie über das Internet den konventionellen Geldverkehr umgeht und zwar weltweit. Dadurch hat es etwas (positiv) Anarchistisches, weil man Banken und ähnliche Gängster nicht mehr braucht (das stimmt nur halb, schließlich will man irgendwie bitcoins und "echtes Geld" umtauschen). Leider hat das auch den Nachteil, daß es mißbraucht werden kann, wie z.B. im darknet oder für Erpressungstrojaner.
- Die Kryptowährungen beruhen auf sogenannten Blockchains. Das ist ein Thema für sich, deswegen nur kurz mein Verständnis. Blockchain ist ein Buchhaltungssystem, das die Information darüber enthält, wer was besitzt. Allerdings speichern alle Teilnehmer alles. Sollte es zu Diskrepanzen kommen, dann wirken Mechanismen (Mehrheitsentscheid) zur Lösung, was auch schon mißbraucht wurde. Aufgrund der maximalen Redundanz erfordert das System große Mengen an Resourcen (d.h. Speicher, Datenaustausch). Die Technik an sich ist interessant, aber leider gehört blockchain zu den verbrauchten Buzzwords (so ähnlich wie zB Adaptation).
- Zumindest beim bitcoin gibt es zusätzlich das Schürfen (mining). Dabei geht es darum, bitcoins zu suchen, die kryptographisch versteckt sind. Ich stelle mir das so ähnlich wie Primzahlen finden vor - nur sinnloser. Es ist einfach nur Rechenaufwand. So wie ich es verstanden habe, sind die bitcoins endlich, d.h. irgendwann müßten alle gefunden worden sein.
- Bitcoins kann man nicht essen. Ihr Wert kommt nur dadurch zustande, daß jemand denkt, es lohnt sich, sie zu kaufen. Es handelt sich nur um Information (elektronischen Geldverkehr konsequent weitergedacht).

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Montag, 3. Dezember 2018
gelbes Wetter


So sah es vor ein paar Wochen auf dem T-Berg aus. Zum Glück hatte ich meine rosa Kamera dabei. Unterdessen hat Ole mal wieder einen Beitrag gepostet (Monash kannte ich noch gar nicht, Silke Bischoff natürlich schon).

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Samstag, 1. Dezember 2018
No read till ...
Ob Helmut Kohl immer brav seine Steuererklärung eingereicht hat, weiß ich nicht. Daß da ein krummes Ding in Sachen Parteispende lief (aka Ehrenwort) ist allgemein bekannt. Jetzt ist sein Kumpel Bush Senior verstorben. Ich war ja schon immer ein großer Fan, postete vor Jahren ein Foto von den beiden und habe sogar mal das Bush-Anwesen in Maine aufgesucht (schöne Hütte). Ein anderer Celebrity, der schon vor mehreren Jahren verstarb, ist Adam Yauch, einer der Beastie Boys. Seine ehemaligen Kollegen haben ein Buch geschrieben, das passend zum Weihnachtsgeschäft erschienen ist. Da es sich sicherlich gut zu Hepatitis Bathtub gesellt, würde es mich durchaus interessieren. Allerdings wird es auf amazon als Bestseller No.1 geführt (vor Ed Sheeran, Beatles, etc.), so daß es mir zu mainstreamig sein dürfte. Ich weiß ja nicht, wie man es nennt, aber das Band-schreibt-Biographie ist ein interessantes und unterhaltsames Genre.

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Freitag, 30. November 2018
Steuerklassenpanik
Mein letzter Post war natürlich nicht ganz ernst gemeint. Die Steuererklärung ist dagegen schon eine ernste Sache. Ich war nämlich heute morgen beim Finanzamt, um meine Steuerklasse zu ändern. Jedenfalls mußte ich feststellen, daß die U6 brechend voll wird. Da hilft es auch nicht, auf die nächste zu warten; die ist nämlich genauso voll. Passanten meinten, das wäre jeden Tag so. Ihr kennt vielleicht die Bilder aus Japan. So ähnlich sah das aus, nur daß von außen niemand gedrückt hat. Sollte es also das Ziel sein, Menschen zu motivieren, weniger Auto zu fahren, dann würden sich solche Stellen zum Ansetzen anmieten. Mir ist auch aufgefallen, daß in der Friedrichsstraße (U) alles zu eng ist (Bahnsteig, Treppen, etc.). Da gibt es noch viel zu tun.

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Donnerstag, 29. November 2018
Fünfwürstchengriff
Wie viele Finger braucht man eigentlich, um Gitarre zu spielen? Angeblich ist nämlich die durchschnittliche Zahl männlicher Finger leicht gesunken. Meiner Ansicht nach gibt es zwei entgegengesetzt wirkende Prozesse. Einerseits führt Polydaktylie zu einer größeren durchschnittlichen Zahl, andererseits führen Unfälle, bei denen Finger abgetrennt werden, zu einer kleineren Zahl an Fingern. Ob es Korrelationen mit dem Geschlecht des Trägers gibt, kann ich nicht einschätzen.

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Dienstag, 27. November 2018
Post von morgen
Ihr habt sicherlich schon mal von Nietzsche gehört. Er ist ja als Philosoph bekannt geworden. Wer ihn prominent zitiert, sind Pyogenesis. Beim sinnlos youtube-Gucken bin ich wieder mal auf ihre Videos gestoßen. Sie hauen zZ ihr Merch raus. Dh man kann T-Shirts, Hoodies, etc. für wenig Geld erwerben (interessanterweise sind die aufwändigen Drucke billiger als die einfachen). Auch bei den Platten gibt's tolle Schnäppchen.
Unterdessen frage ich mich, wann wir mit dem dritten Album des Trilogy Cycle rechnen können (heiß ersehnt). Offensichtlich hat Gizz Butt die Band verlassen - vielleicht spielt er wieder bei The Prodigy. Während Pyogenesis durch Rußland touren, ist unklar, wann sie wieder in Berlin auftreten (Давай!) - spielt aber auch keine Rolle, es kommt ja doch wieder keiner mit.

Nachtrag (30.11.2018): special offers

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Kropotkin
Wer will kann mir seinen Lieblings-youtube-Kanal schicken, und ich füge ihn ggf hinzu (damit wir mal aus unseren Filterblasen rausgucken können).
Unterdessen habe ich endlich das Buch Die Philosophie des Kletterns (Stephen E. Schmid, Peter Reichenbach; Hg.) durchgelesen, das ich vor ein paar Jahren geschenkt bekam. In der Zwischenzeit hatte ich sogar ein anderes Buch geleesen. Die deutsche Übersetzung besagten Buches finde ich gelungen. Für einen Philosophie-Band ist es sogar ganz gut lesbar. Im Vergleich zu richten Texten des Faches würde ich sagen, es stecken ca. 15%-25% hardcore-Philosophie drin. Allerdings werden viele Aspekte besprochen, die spezifisch für das Klettern sind, weshalb es mich als Boulderer nur teilweise begeistert. Dennoch war es interessant zu leesen.
Ein Kapitel will ich also kurz ansprechen. In "Vom Entdecken einer Kletter-Route bis zur Rotpunkt-Begehung" von Debora Halbert geht es - wie der Untertitel besagt - um die Kultur des Kletterns als Ökonomie des Gebens. Die Autorin beschreibt den Vorgang, wie eine Kletter-Route präpariert wird und daß den Akteuren dabei zwar Kosten anfallen, die Route dann aber in der Regel der Allgemeinheit zur Verfügung steht. Die Arbeit führe also zu einer Allmende. Die Autorin argumentiert, daß es in der konventionellen ökonomischen Vorstellung das Präparieren von Routen gar nicht geben dürfte, "weil es nicht genügend ökonomischen Anreize dafür gibt" (S.201). Sie schlägt den Bogen zu Kropotkins Sozialen Anarchismus, dem zufolge - im Gegensatz zum Sozialdarwinismus - gemeinsame Arbeit und gegenseitige Hilfe dazu dienen, die Gemeinschaft zu festigen. Dabei mußte ich an einen anderen Bereich denken, nämlich open source Software-Entwicklung, wo teilweise ähnliche Muster zu finden sein dürften.

Zu guter Letzt lohnt sich ein Blick in das Verlagsprogramm. Es gibt nämlich ein weiteres Buch, das spannend klingt, und zwar Die Philosophie des Gärtnerns.

Nachtrag: Wer youtube boykottiert, der kann mir auch seinen Lieblings-vimeo-Kanal schicken.

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Sonntag, 25. November 2018
Du Röhre
In meinem letzten Post hatte ich nur ein Bild eingebunden, aber eigentlich zeigt das Programm so eine Art Animation. Das ist natürlich nicht so schön wie auf youtube. Dort kann man nämlich wunderbar seine Zeit vertreiben (vorausgesetzt man ist mit den Hausaufgaben fertig).

Diesen Kanal hat jedenfalls Tilly-Billy empfohlen:
Primitive Technology
Ich klicke manchmal auf die folgenden:
- You Suck At Cooking. Eine lustige Kochsendung. Die Videos kommen aber in relativ niedriger Frequenz.
- Daily Dose Of Internet. Kurze schräge Sachen, die lustig zusammengestellt sind.
- Held der Steine. ich besitze zwar keinen einzigen Stein, aber trotzdem unterhaltsam. Die Beiträge sind tendenziell lang.
- SerpaDesign. Hatte ich ja schon öfter mal verlinkt (manche Menschen mögen seine Stimme nicht).
Und dann ist da natürlich noch unsere ehemalige Kollegin, die sich zu einer Art youtube-Star gemausert hat: Mari Morena (allerdings nur auf Portugiesisch).

Daß man mit youtube Geld verdienen kann, hatte ich auch schon mal gepostet. Mich nervt, daß so viel Videos, die ich im Laufe der Jahre verlinkt habe, nach und nach nicht mehr funktionieren.

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Freitag, 23. November 2018
16er


Mit besagtem Programm kann man solche Bilder erzeugen (wobei es sich hier um einen Screenshot handelt; Farben invertiert). In diesem speziellen Beispiel habe ich 16 Massen konfiguriert, die um ihren gemeinsamen Schwerpunkt rotieren. Zunächst bewegen sie sich schön auf ihrer Kreisbahn, aber im Laufe der Zeit summieren sich Ungenauigkeiten auf. Wenn 2 Massen dichter sind, ziehen sie sich stärker an. Der andere Nachbar ist dann etwas weiter weg und ist folglich dichter an seinem anderen Nachbarn, so daß es zu einer Art Kettenreaktion und Paarungen kommt. Ich vermute, daß das System in Wirklichkeit auch äußerst labil wäre. Hier kommen natürlich Rechenungenauigkeiten dazu. Bleibt die Frage, warum das Phänomen nicht bei den Ringen des Saturn auftritt. Ich vermute, daß die Körper infinitesimal klein sind und im Zuge dessen eher mit einem Gas vergleichbar sind (laßt es mich wissen, wenn Ihr es besser wißt).

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Donnerstag, 22. November 2018
Xgraphics
Was Jugend Forscht angeht, hatte ich zu Schulzeiten ein kleines Programm geschrieben, das die Bewegung von Massen im Raum aufgrund ihrer Gravitation simulieren sollte. Den Kern stellen 3 Gleichungen dar, die auf dem Newton-Verfahren basieren, also ein recht einfacher nummerischer Ansatz. Ursprünglich war das in Basic, wobei ich nicht mehr weiß, ob auf dem CPC6128 oder schon auf dem PC. Jedenfalls besuchte ich im ersten Semester einen C-Kurs und im Zuge dessen schrieb ich eine Version in C. Später, als ich mit Linux vertrauter wurde, entwickelte ich das Programm unter Verwendung von Xgraphics weiter. Dabei handelt es sich um eine Art Paket, das dem Buch "Physik per Computer: Programmierung physikalischer Probleme mit Mathematica und C" auf Diskette beiliegt. Es ermöglicht, Fenster und Buttons zu programmieren. Der Vorteil ist, daß es relativ einfach zu programmieren ist. Der Nachteil ist, daß 50% der Rechenkapazität für das Interface verwendet wird (egal ob man etwas macht oder nicht). Kürzlich habe ich versucht, die letzte Version zu kompilieren - und es ist mir tatsächlich gelungen. Es hat zwar einen Moment gedauert, bis ich herausgefunden habe wie, aber es läuft trotz ein paar Warnings. Ausschlaggebend war, daß man das beiliegende compile-Script verwendet und ein paar andere Pakete installiert (xorg, etc.). Das war dann so ein xmgr-Erlebnis.

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Dienstag, 20. November 2018
jung und Technik
Nach dem letzten Post habe ich mir absichtlich etwas Zeit gelassen, damit er vor allem wegen des Links "Gärten des Grauens" länger oben steht. Heute war ich dann bei einer Lehrerfortbildung (ohne ein solcher zu sein). Jedenfalls war dort auch die Rede von Jugend forscht. Ich fand das immer super spannend und hätte als Schüler selbst gern mitgemacht. Allerdings war das damals nicht möglich, weil ich im Ausland lebte. Na ja, irgendwie hat es mit der Forschung bei mir dann doch noch geklappt. Dennoch möchte ich meine Lehrer Leserinnen und Leser ermutigen, sich in dem Bereich zu engagieren. Interessant finde ich vor allem die Fachgebiete Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Die schlauen Studies könnt Ihr dann zu mir schicken.

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Samstag, 17. November 2018
Steine des Grauens
Entgegen besseren Vorsätze, war mein letzter Post reichlich zusammenhangslos. Dann habt Ihr bestimmt nichts dagegen, wenn das bei dem heutigen auch nicht anders ist. Außerdem fragt Ihr Euch sicherlich schon lange, was aus meinen Hermetosphären geworden ist. Die ersten 2-3 Versuche sind nach ein paar Wochen verfault.
Für das jetzige Experiment erwarb ich eine (große) true-fruits-Flasche (wegen der Flasche, nicht wegen des Smooties). Die Hermetosphäre hat es seit dem 1.Mai bis jetzt überstanden. Ich vermute, es liegt an dem Streugut. Erde habe ich nämlich ganz weggelassen. Unterdessen kann man Weithalsstandflaschen bestellen. Ich frage mich, wann endlich das Hermetosphären-Buch rauskommt. Bei der Suche danach bin ich nämlich auf diesen Artikel gestoßen: Gärten des Grauens.

Nachtrag (21.11.2018): plant circle - exotic plants

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Donnerstag, 15. November 2018
D'land stinkt!


EA80 gilt ja als eine der ältesten noch aktiven Punk-Bands. So verwundert es nicht, daß der obige Kasten vermutlich von Punks beschrieben wurde. Der Aufkleber rechts besagt übrigens "Ich stehe (hier) für schnelles Internet". Auf dem Bild läßt sich leider nicht erkennen, wie groß er ist (riesig). Man sollte doch annehmen, daß die Geräte mit technologischem Fortschritt immer kleiner werden - nicht so hier. Ob das nachhaltig ist, findet man sicherlich im Berlin Guide für Nachhaltigkeit auch nicht heraus. Spannend dürfte dagegen iSH, eine Linux-Shell für iPhone und iPad, sein. Unterdessen kann ich die Brasserie Lumière empfehlen, solltet Ihr noch eine Location für Eure Weihnachtsfeier suchen.

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