Sonntag, 17. Januar 2021
Recht
Vorgestern (14.1.2021) kam es an unserer Ecke zu einem Unfall. Ein Kleintransporter nahm einem Radfahrer die Vorfahrt und letzterer ist gegen ersteren geprallt. Wir wohnen an einer etwas steileren Straße und da kommen die Radfahrer oft ziemlich schnell lang geschossen, schließlich ist es auch eine Vorfahrtsstraße. Jedenfalls hörte ich nur jemanden Brüllen und dann den Aufprall. Als ich hingesehen habe, lag er schon am Boden und hat sich dann auch nicht mehr viel bewegt. Die Helfer haben nichts gemacht, außer den Rettungsdienst zu rufen. Weiß jemand, was man in solchen Fällen machen soll?

Jedenfalls war das ziemlich kraß und mir haben beide Leid getan. Es ist immer wieder dasselbe. Der Radfahrer war zwar im Recht, aber nützt es ihm?

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Freitag, 15. Januar 2021
Nachtrag
Beim meinem Blogflöten-Post hatte ich etwas vergessen. Im Zuge meiner Vergeßlichkeit habe ich mir nämlich Mechanismen angewöhnt, um Sachen nicht zu verlieren. Dazu gehört zB, Dinge immer an dieselbe Stelle zu tun. Oder eine große Ledertasche, denn was ich dabei habe, kann ich nicht zuhause vergessen. Etwas nachteilig ist aber, was ich Lost-Item-Syndrome nenne, nämlich das unbegründete, ständige Gefühl, etwas verloren zu haben.

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off the topic
Peer review and gender bias: A study on 145 scholarly journals
"Scholarly journals are often blamed for a gender gap in publication rates, but it is unclear whether peer review and editorial processes contribute to it. This article examines gender bias in peer review with data for 145 journals in various fields of research, including about 1.7 million authors and 740,000 referees. We reconstructed three possible sources of bias, i.e., the editorial selection of referees, referee recommendations, and editorial decisions, and examined all their possible relationships. Results showed that manuscripts written by women as solo authors or coauthored by women were treated even more favorably by referees and editors. Although there were some differences between fields of research, our findings suggest that peer review and editorial processes do not penalize manuscripts by women. However, increasing gender diversity in editorial teams and referee pools could help journals inform potential authors about their attention to these factors and so stimulate participation by women."

#sciencebusiness

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Dienstag, 12. Januar 2021
Blockflöte
Hier kann man eigentlich alles was man braucht auf der Straße finden. Es gibt immer irgendjemanden in der Nachbarschaft, der ausmistet (aka Fengshui macht) und seine Sachen an den Fußweg stellt. Wir haben also schon vieles gefunden. Letzte Woche war es eine Flöte. Nach gründlicher Reinigung spiele ich jetzt ab und zu vor mich hin.

Das erinnert mich an meine Schulzeit. In der Unter/Mittelstufe mußten wir im Musikunterricht Blockflöte spielen. Abgesehen davon, daß mir der Lehrer leid tut - angesicht von über 30 Plastikflöten - scheint doch ein bißchen hängen geblieben zu sein. Der Lehrer hieß übrigens Funk und das mehrstöckige Schulgebäude nannte sich Funkturm.

Mein Problem war aber folgendes. Ich war und bin ein sehr zerstreuter und vergeßlicher Mensch. Das führte dazu, daß ich nicht nur meine Hausaufgaben regelmäßig vergessen habe, sondern auch meine Flöte. Sie stellte ein zusätzliche Objekt im Ranzen dar, das ich beim Zugriff auf andere Dinge ausräumen mußte. Welchen besseren Platz als das Fach unter der Bank kann man sich da vorstellen? Das dumme war nur, daß ich die Flöte regelmäßig dort vergaß. Leider war sie dann meistens weg.

Das kann ja mal passieren, allerdings hatten wir damals kein Geld und mußten jeden Pfennig zwei mal umdrehen. Meine Mutter schmipfte dann sehr, wenn sie mal wieder eine neue Flöte kaufen mußte. Mir blieb nichts anderes übrig, als so oft es ging dem Lehrer zu sagen, ich habe sie vergessen (was noch nicht mal falsch war). Die Herausforderung bestand also darin, sowohl den Anschiß des Lehrer als auch der Mutter möglichst gering zu halten bzw. lange herauszuzögern.

Zum Glück war es mit dem Flötenspiel im Musikunterricht irgendwann vorbei. Es gab aber noch ein zweites problematisches Objekt. Für die Sporthalle brauchte man spezielle Schuhe. Die mußte ich in einem Sportbeutel oder so separat mitnehmen, der natürlich prädestiniert war, irgendwo liegen zu bleiben. Ob es eine Zeit gab, in der ich weder Blockflöte noch Hallenschuhe hatte, kann ich nicht bestätigen. Gefühlt bin ich aber ständig mit einem schlechten Gewissen durch die Gegend gelaufen.

Nachtrag (14.1.2021): Titelvorschlag von Tilly-Billy: "Blogflöte"

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Samstag, 9. Januar 2021
Neuemission
Tobi wies auf diesen Artikel hin: Schmutzige künstliche Intelligenz?
"Demnach soll ein Trainingslauf für das NAS-Sprachmodell rund 284 Tonnen Kohlendioxid erzeugen, was dem Ausstoß von fünf durchschnittlichen US-Pkws während ihrer gesamten Lebenszeit entspreche."

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Freitag, 8. Januar 2021
Copital
Ihr habt ja sicherlich aus den Medien von der gestrigen Erstürmung des Kapitol in Washington erfahren (wikipedia). Ich kann da nicht viel zu sagen, außer daß es mich an eine Aktion in Gießen erinnert. Damals, im Zuge der Studi-Proteste, drangen Protestierende ins Stadtbüro ein. Genauer gesagt betraten sie es während der Öffnungszeiten, aber benahmen sich nicht entsprechend. Ich hoffe, das ist inzwischen verjährt, denn ich war damals auch dabei - und nur durch großes Glück gerade draußen als die Polizei kam. Das war's aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Nachtrag (9.1.2021): beserer wikipedia-Link

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Mittwoch, 6. Januar 2021
Botanischer Sexismus
Zum Thema hatte ich ja schon mal etwas zusammenhangslos verlinkt. Jetzt reiche ich einen Artikel vom freitag nach. Wer ihn liest, kann mir bitte schreiben was drinsteht.

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Dienstag, 5. Januar 2021
Selbstsabotage
Beim sinnlos yt-gucken bin ich auf dieses Video gestoßen:
Selbst-Sabotage - die wahren Gründe (Spieltheorie)
Was haltet Ihr davon? Ich denke, der Kerl hat zumindest nachgedacht.

Mich führt es aber zu einer anderen Frage.
Kann man Prokrastination mit Discounting erklären?
Ich habe mal gesucht und bin fündig geworden:
Hyperbolic Discounting: How to Overcome Procrastination
Ich selbst lese den Artikel irgendwann später mal.

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Sonntag, 3. Januar 2021
Rocannons Welt
Die Zeit zwischen den Jahren habe ich genutzt, ein Buch zu lesen, das ich geschenkt bekommen habe. Es handelt sich um "Worlds of Exile and Illusion" von Ursula De Le Guin. Genauer gesagt enthält der Band drei Bücher und da ich mit dem ersten durch bin, dachte ich mir, ich kann schon mal berichten.

Rocannon's World handelt von einer anthropologischen Expedition zu einem Planten, der von wenig entwickelten aber intelligenten Wesen bevölkert wird. Man muß sich das ein bißchen vorstellen wie bei dem Stargate-Film, in dem die außerirdischen wie Götter behandelt werden. Aus heiterem Himmel wird das Expeditionsschiff abgeschossen und alle bis auf Rocannon sterben. Er macht sich dann mit ein paar Einheimischen auf den Weg zur Basis der Angreifer.

Es liest sich flüssig, ist spannend und hat mir insgesamt gut gefallen. Ungewohnt ist, daß es eine Mischung aus Science Fiction und Fantasy ist. Das Universum und das ganze Setting sind eindeutig SciFi. Die Handlung erinnert dennoch stark an Rollenspiel und Fantasy. Für Puristen kann das problematisch sein. Ich habe es relativ früh erkannt und mich dann darauf eingelassen.

Prädikat: lesenswert, und ich bin auf die nächsten beiden Bücher gespannt.


Hashtag: Literaturquadrat

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Samstag, 2. Januar 2021
Klasse 1
Ich hatte ja schon mal erwähnt, daß ich weder in der Schule noch im Studium ein Überflieger war (zB). Das fing schon in der 1.Klasse an, die mußte ich nämlich wiederholen. Man nennt es auch sitzenbleiben. Aufgrund der Umstände hat sich das aber nicht auf mein Alter ausgewirkt. Das war damals in München (wtf!) und ich habe kaum Erinnerungen an die Schule, nur schemenhafte Bilder vom zertrampelten Pausenhof. An meine Klassenkameraden kann ich mich auch nicht erinnern. Ich weiß nur noch, daß es einen gab, der Kartoffel genannt wurde.
Wir zogen dann bald in die Pfalz und ich ging auf eine neue Schule, an der es einen berüchtigten, älterer Lehrer gab, den sie Spitzer nannten wie Schmitzer oder umgekehrt. Ihm wurde nachgesagt, er werfe mit seinem Schlüsselbund. Er gab uns manchmal die Aufgabe, etwas zuhause zu basteln. Dahinter verbarg sich oft ein interessantes MINT-Problem, was Spaß gemacht hat.
Ich war zwar nicht der Hellst, dafür aber der Stärkste in der Klasse. Glücklicherweise war ich immer schon ein friedliebender Mensch, so daß ich diese Stärke nur einsetze, wenn ich mußte. Ein kleines Detail stellte mein älterer Bruder dar.
Hatte ich erwähnt, daß es eine Dorfschule war. Das Dorf war ok, nur die Dorfdeppen nicht. Die tummelten sich immer vor dem Jugendzentrum. Irgendwie haben wir die ersten Jahre ohne signifikante Prügel überstanden. Als wir aufs Gymnasium gingen, war die Fahrerei zuviel und irgendwann zogen wir in die Stadt.

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Freitag, 1. Januar 2021
G3
Goddess Garbage & Gewalt crowd funding
"GG&G is a short film about plastic pollution and wasted gods! A cinematic allegory of our time. What is sacred? And can it save us? Nature and man are in a war without winners. The gods that man once created seem powerless."

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Mittwoch, 30. Dezember 2020
Lean
Das erste Programm, das ich schrieb, als ich einen Delphi-Kurs besuchte, war eines, das sich selbst öffnete, wenn man es schloß. Dann dachte ich mir, das wäre doch mal eine Aufgabe für eine KI, ein Programm, das Programme schreibt.
Es hat nicht viel damit zu tun, aber gestern bin ich auf Lean gestoßen. Es handelt sich um einen "proof assistant". In Mathe war ich immer schlecht, aber ich vermute, es soll bei mathematischen Beweisen assistieren.
Jemand hat sich das mal genauer angesehen: A Review of the Lean Theorem Prover. Interessant ist vielleicht noch, daß es von Microsoft entwickelt wird.

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Montag, 28. Dezember 2020
Der heilige Markus
Torstens Weihnachtsbericht (unter Vorbehalt, weil ungefragt):
"Der 24. und 25. gingen fast so schnell rum wie die Rollende Weihnacht durch die ... Strasse gebraust ist (fast hätte man erkennen können, wen die Figuren darstellen sollen - aber nur fast). Man hätte meinen können, dass Markus einen der Wagen fährt und es schneller als die anderen schaffen will! Zumindest hat sich der Wagen mit der heiligen Familie mit dem Wagen mit den zwei heiligen Königen ein Rennen um den ersten Platz geliefert (wo ist der dritte König???)"

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Sonntag, 27. Dezember 2020
Uwe
Gestern haben wir uns A Man Called Ove (2015) angesehen und ich finde ihn sehenswert. Deswegen will ich gar nicht so viel verraten. Die Hauptperson ist eine Art "Blockwart", der in seiner Siedlung nach dem Rechten sieht. Ein Film, der zumindest diese Ausgangssituation teilt, ist Muxmäuschenstill (2004). Auch wenn beide eine Liebesgeschichte enthalten, unterscheiden sie sich doch stark. Deswegen finde ich es interessant zu beobachten, was "die Schweden" und was "die Deutschen" aus der Ausgangssituation gemacht haben.

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Donnerstag, 24. Dezember 2020
Ding Dong
aus gegebenem Anlaß: Ringing of the Bells

siehe auch: 26.12.2015

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wie Schall und Rauch
Nomina Geographica Europaea
Auf den ersten Blick schwer zu verstehen, was sich dahinter verbirgt. Es handelt sich um die Zettelwirtschaft von Prof. Udolph. So wie ich es verstehe, steht auf jedem Zettel ein Orts-, Flur- oder Gewässername, zusammen mit einem Kürzel. Das führt dann zur Literatur wo der Name erwähnt wird.

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