Mittwoch, 18. Mrz 2020
covid-corona-blog #4: deskriptive, qualitative Beschreibung
In Deutschland gilt das Robert-Koch-Institut (RKI) als Non plus ultra in Sachen Ansteckungskrankheiten.
Ich halte fest:
- 21.1.2020: geringes Risiko
- 27.1.2020: sehr geringes Risiko
- 28.2.2020: gering bis mäßiges Risiko
- 02.3.2020: mäßiges Risiko
- 17.3.2020: hohes Risiko

Wünscht man sich nicht ein bißchen Antizipation? Man will doch eigentlich über ein Risiko informiert werden bevor es soweit ist. Ich denke dabei an Sturmwarnungen des DWD.

Nun gut, das RKI schreibt:
"Bei der Risikobewertung handelt es sich um eine deskriptive, qualitative Beschreibung. Den für die verwendeten Begriffe 'gering', 'mäßig', 'hoch' oder 'sehr hoch' liegen keine quantitativen Werte für Eintrittswahrscheinlichkeit oder Schadensausmaß zugrunde." oh-ha. "Allerdings werden für die Schwerebeurteilung ... Übertragbarkeit, Schwereprofil und Ressourcenbelastung ... mit jeweils quantifizierbaren Parametern beurteilt."
Ich nehme an "quantifizierbar" heißt nicht, daß sie quantifiziert werden.
Außerdem wird betont, der "IST-Zustand der epidemiologischen Lage in Deutschland" geht in die Risikobewertung ein.


siehe auch: #3


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