Donnerstag, 21. Mrz 2019
Ginkgo Samples


Diese Saison war recht erfolgreich was die Ginkgos (wikipedia) angeht. Die Bilder sind leider nicht so gut geworden. Während des Sonnenuntergangs war das Kunstlicht nicht ausreichend. Eine der Pflanzen stammt aus diesem Topf.



Die Kerne sammle ich im Herbst ein, wenn sie beginnen von den Bäumen zu fallen. Ich kenne ein gute Stelle in Berlin wo viele Bäume stehen. Am Bahnhof Zoo, vor dem Museum für Fotografie, sind auch einige zu finden.
Wegen des Gestanks der Früchte (Essigsäure) verwende ich große Marmeladengläser und nehme sie mit nach hause. Dort entferne ich möglichst bald das Fruchtfleisch und wasche die Reste unter fließendem Wasser ab (dazu muß man sie schon in die Hand nehmen). Auf einem Küchenpapier lasse ich die Kerne dann trocknen. Allerdings lagere ich sie bald wieder in einem Marmeladenglas, weil ich fürchte, daß die Kerne ihre Keimkraft schnell verlieren. Man kann sie übrigens auch essen.

Ein paar pflanze ich sofort ein, andere erst nach Wochen, wenn mir danach ist. Dazu ritze ich die Schale etwas ein, manchmal bricht sie auch ein wenig. Keine Ahnung, ob das nötig ist. Manche stecke ich direkt in die Erde andere lege ich erst ein oder mehr Tage in Wasser. Es dürfte auch ohne Wasser funktionieren. Den Topf feucht halten und nach ein paar Wochen/Monaten (nicht aufgeben!) zeigt sich dann der Keim. Vermutlich hilft Wärme (min. 20°C durchgehend?). Ich hatte auch schon Jahre in denen gar nichts gekommen ist. Deswegen setze ich auf Statistik und variiere die Parameter. Man kann ja beliebig viele einsammeln - wegen des Gestanks will sie eh keiner.

Nach etwas mehr Zeit kann man dann schon von einem Pflänzchen sprechen wie sie auf den Bildern zu sehen sind. Einen 2 Jahre alten Baum, der inzwischen 53cm hoch ist, ließ ich in der Wohnung überwintern. Ginkgos scheinen keine Winterpause zu brauchen. Gießen muß man natürlich trotzdem, aber auch nicht zuviel damit die Wurzeln nicht vergammeln. Allerdings bange ich jeden Frühling, ob er wieder ausschlägt.