Dienstag, 8. Dezember 2020
Cube

Lincoln St.

Dies ist meine Antwort auf die Bäume, die Schilder verschlucken. Erinnert irgendwie an die Anfangszene von Cube. Weiß jemand wie die Art heißt?

Nachtrag (13.4.2021): Ich vermute, es handelt sich um die Kalifornische Steineiche (Live Oak, Quercus agrifolia)

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Samstag, 5. Dezember 2020
Papier ist geduldig
Eine andere Sache, die ich beim letzten Bewerbungsgespräch gefragt wurde, ist welches mein wichtigstes Paper sei (auch beim Interview davor). Die Frage gibt mir zu denken.

Im Arbeitsalltag denke ich weniger an die bereits erschienenen Paper, sondern freue mich auf die zukünftigen, von denen ich dann oft denke, sie werden ein voller Erfolg. Wenn ich zurückblicke, dann kann ich gar nicht so leicht sagen, welches Paper wirklich von Bedeutung ist, welches ich tatsächlich bahnbrechend finde.

Natürlich kann man sich die Zahl der Zitationen angucken und danach könnte ich ein paar Artikel nennen, die oft zitiert werden. Das heißt aber nicht, daß das Paper wirklich wichtig ist, denn ob ein Paper zitiert wird hängt von vielen anderen Faktoren ab (welches Journal? gibt es einen bekannten Mitautor? etc.) und nicht unbedingt davon, ob es wissenschaftlich bedeutend ist (ganz unbedeutend dürften sie allerdings auch nicht sein).

Ich meine Paper im Sinne der Frage, d.h. von denen ich selbst mit voller Überzeugung sagen kann, sie stellen einen Durchbruch dar oder so. Und auch warum.

Teil des Problems ist, daß sich die Einschätzung relativiert. Zunächst ist die Begeisterung groß, wenn man etwas entdeckt oder herausfindet, aber bis der zugehörige Artikel veröffentlicht ist, vergeht ein halbes Jahr und man widmet sich einer neuen Arbeit. Meinen Studies habe ich immer gesagt, sie sollen bei den Vorträgen mehr Enthusiasmus zeigen - vielleicht hängt das damit zusammen.

Im Umkehrschluß kann ich natürlich auch argumentieren, wenn mir meine Paper nicht gefallen, dann muß ich vielleicht wählerischer sein bei der Art der Probleme, die ich bearbeite. Vielleicht sollte ich mal in mich gehen und ein wichtiges Problem identifizieren, das ich dann löse. Und tatsächlich stellen viele Veröffentlichungen kleine Arbeiten dar, die man aus den verschiedensten Gründen veröffentlicht (nicht zuletzt wegen publish or perish)*. Wenn man viel veröffentlicht, dann erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, daß durch Zufall mal etwas wichtiges dabei ist (mit Einschränkungen!). Außerdem gibt es unterschiedliche Arten von Papern, z.B. empirisch, theoretisch, ein Modell, etc.

Unser Direktor hat zum Beispiel bei der Grundsteinlegung des Neubaus Veröffentlichungen ein die Zeitkapsel gelegt. Es ist davon auszugehen, daß er sich gut überlegt hat, welche er aussucht. Ich nehme an, er denkt, sie könnten in 100Jahren noch von Bedeutung sein.

Solche Gedanken gehen natürlich über den Rahmen des Bewerbungsgesprächs hinaus. Vermutlich wollen die Prüfer auch eher andere Dinge abfragen, z.B. wie überzeugend man ist. Zum Schluß muß ich zugeben, daß mir doch eine Veröffentlichung einfällt. Darin übertrage ich eine Methode von einer Teildisziplin in eine andere. Ich finde das wichtig - andere Leute nicht. In 10 Jahren wurde es keine 20 mal zitiert. Daß ich dieses Paper wichtig finde, kann aber auch subjektiv sein, denn es war das erste, das ich in Eigenregie veröffentlicht habe.


*) Damit hängt noch ein anderes Problem zusammen. Ich weiß nicht, ob es allen so geht oder nur mir. Nicht selten habe ich das Gefühl, zu reagieren und nicht zu agieren. Der Wissenschaftsbetrieb ist so langwierig, daß es schwer fällt, ein gewisses Ziel zu verfolgen. Oft ergibt sich unterwegs irgendwas, dem man dann nachgeht, oder es gibt andere Rahmenbedingungen (zB Finanzierung), die einen ablenken. Im gewissen Rahmen ist das gut - auch im Sinne der Freiheit der Forschung - aber oft tut man auch nur das was man kann.

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Freitag, 4. Dezember 2020
Titel
Hab nichts davon angehört, finde aber den Titel super:
Prokrastinierende Revolutionäre.
"Prokrastinierte Revolution" wäre auch gegangen.

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zusammenhangslos
Klimakarten: Der Name ist Programm

Bio Chi GmbH: Chilis und Paprika (Pflanzen, Früchte, Samen)

AOC's next years: America’s left hook

Wie immer ungelesen.

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Donnerstag, 3. Dezember 2020
grace
Daß xmgr weiter existiert, hatte ich ja schon mal erwähnt. Heute möchte ich auf das xmgrace python interface hinweisen. Scheinbar kann man damit xmgrace-Plots aus python heraus erstellen. Cool. In diesem Zusammenhang seien auch die aktuellen xmgrace-Versionen erwähnt. xmgrace ist ja der Nachfolger von xmgr (und in eine Richtung kompatibel, wenn ich mich richtig erinnere). In vielen Punkten ist es systematischer aufgebaut. Allerdings hatte ich immer das Gefühl, man muß mehr klicken.

Wem das alles nichts sagt, der möge diesen Post gern ignorieren.

Nachrtag (29.6.2025): xmgr-resurrection

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Mittwoch, 2. Dezember 2020
Herrmann
Ich hatte ja mal von Gretas Atlantiküberquerung berichtet. Wie mir Matze kürzlich schrieb, hat Ihr Kptn sein Boot nachgerüstet, das jetzt Seaexplorer heißt. Damit nimmt er jetzt an der Vendee Globe Regatta teil (tracking-map). Matze meint, daß er sich trotz nicht ganz optimalem Material ganz gut schlägt. Faszinierend. Wenn wir Greta nicht hätten ...

Nachtrag (28.12.2020): Heiligabend bei der Vendée Globe

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Kultür
Ich habs ja nicht gelesen, aber öfter mal was übers Berghain gepostet:
Clubben ist jetzt Hochkultur "In Berlin gelten Clubs nun als Kulturstätten und sind damit Theatern gleichgestellt. Das hat Vorteile – wenn denn irgendwann wieder getanzt werden darf."

Da habe ich Bedenken. Ins Theater kann jeder rein - ins Berghain nicht. Natürlich bin ich auch dafür, daß die Clubszene überlebt, aber eben unter bestimmten Rahmenbedingungen.

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Montag, 30. November 2020
0,1%
Vor einiger Zeit postete ich ein paar Gedanken und Recherchen zu Ecosia. Dabei beschäftigte mich auch die Frage, was es heißt einen Baum zu pflanzen. Einen Setzling zu pflanzen heißt noch lange nicht, daß daraus ein großer Baum wird, wie man ihn sich vorstellt.

Jedenfalls diskutiert EinMannImWald solche Fragen in diesem Video (es ist das zweite von zwei Teilen - spart Euch das erste, darin erzählt er 3x dasselbe [über Mangroven]). Es handelt sich um eine Reaktion auf einen anderen Beitrag, der auch ganz informativ ist.

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Sonntag, 29. November 2020
schwach
Letzte Woche, oder wann, hatte ich ja von meinem letzten Bewerbungsgespräch berichtet. Gestern kam die Absage.

Eine Sache möchte ich aber noch nachreichen. Sie fragten auch nach meinen Schwächen. Damit hatte ich gerechnet, war aber schlecht vorbereitet. Also habe ich irgendwas erzählt, das grob in die Richtung ging. Sie wollten es aber genauer wissen und haben nachgebohrt. Für die HR-Abteilung brauchten sie zwei Adjektive. Ich hatte aber keins konkret parat. Also habe ich versucht zu erklären, daß mein Gehirn nicht so funktioniert. Wenn sie mir eine Liste geben, dann könnte ich sagen, welche zutreffen.

Später ist mir eingefallen, daß ich die Frage auch hätte zurück stellen können. Stellt Euch vor man beantwortet die Frage nach den Schwächen mit "Was sind denn Ihre Schwächen?" Das mag frech klingen, ist aber gar nicht so abwägig, schließlich geht es bei dem Gespräch um ein gegenseitiges Kennenlernen.

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Freitag, 27. November 2020
Freedom
Besagter Ole hat mit GPT2 gespielt. Also habe ich das auch gemacht:

"An unserer Schule gab es eine Jazz-Band ... aus den Niederlanden, sie hatte eine großartige Vorstellung gespielt. Wir waren bei diesem Konzert dabei. Karten für alle Konzerte können bei der Touristeninformation vor Ort vorbestellt werden, über die per Email Bitte beantwortet werden.

Auf der Internetseite www.serpentinen-rotbärenkönig.com sind weitere Informationen zu den Konzerten verfügbar. Im Rahmen der Touristeninformationen der Verwaltungsstelle steht auch hier ein Video zum unseriösen Höhepunkt der Freizeitanfahrt vor.

Auf jeden"

Quelle: app.inferkit.com mit "An unserer Schule gab es eine Jazz-Band"

Nachtrag: siehe auch

Nachtrag (9.3.2021): fefe

Nachtrag (22.3.2021): Wenn nature das sagt, dann muß es ja stimmen.

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