Donnerstag, 2. Juli 2026
Abstract eines Abends
Es steht die Sommerfeier unseres Instituts bevor. Das Thema lautet Glitzer und erinnert mich an einen Abend, den ich in Neukölln bzw. Kreuzberg verbracht habe. Ich hatte mich mit Mari verabredet. Sie stammte aus Brasilien und ihre Augen waren so dunkel, daß man Pupille von Iris nicht unterscheiden konnte. Als studentische Hilfskraft litt sie unter Flavio. Er, wiederum, hatte unserem Chef so lange Emails geschickt bis dieser ihn einstellte. Ab dann fabrizierte er Science Fiction, also fiktive Wissenschaft. Jedenfalls hatte wir als Treffpunkt eine Lokal in Neukölln ausgemacht, wo sie mich versetzte - später hatte sie eine Partnerin, aber das ist ein anderes Thema. Während ich vergebens auf sie wartete, stellte ich ein paar Biere in meinen Kopf und kam mit irgendwelchen Leuten ins Gespräch. Sie wollten weiterziehen wozu ich nicht nein sagte, schließlich hatte ich lang genug gewartet. Weiter gings in der Filmkunstbar Fitzcarraldo (Kreuzberg). Dort wurde irgendetwas gefeiert, was mir arg surreal vorkam. Entweder wegen der Einrichtung oder wegen meines Zustandes. Ich bestellte erst mal ein Bier. Unterdessen fielen mir zwei junge Frauen auf, die den Gästen ungefragt und großzügig Glítzer ins Gesicht schmierten. Sie fragten, ob ich ihnen ein Glas Wein ausgeben könnte - auch dazu sagte ich nicht nein. Irgendwann glitzerte auch ich und ich trat den Heimweg an. Der Glitzer ging selbst unter der Dusche nicht ab und ich wurde am nächsten Tag noch beim Bouldern darauf angesprochen. Aber was lernen wir jetzt daraus ...?