Sonntag, 16. August 2015
Bauphysik
diegolego, 12:13h
Wie ich mitbekommen habe, verschiebt sich die Eröffnung des Chemie-Neubaus in Gießen erneut, wohl auf das Frühjahr des nächsten Jahres. Das erinnert mich an unseren Forschungsneubau, denn obwohl er eigentlich schon so fertig aussieht, fragt man sich, was da noch solange dauern soll. Vielleicht hat einfach das Geld für die Bürostühle nicht gereicht. In Gießen hat die Gestaltung der Außenanlage bereits begonnen. Bei der Betonierung des Rohbaus scheint es damals zu einem tödlichen Unfall gekommen zu sein. Immerhin hat unser Neubau bisher noch keine Todesfälle zu verbuchen.
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Samstag, 15. August 2015
Pullern im Gehn
diegolego, 15:29h
In einem anderen Anflug von Wahnsinn habe ich die Sommertage genutzt, um mal wieder ein Buch zu leesen – auf Markus' Empfehlung hin. Es heißt "Pullern im Stehn" von Fil.
Wie der Name erahnen läßt, handelt sich um Trash, was aber den Vorteil hat, daß ein Legasteniker wie ich es in vertretbarer Zeit lesen kann. Mit Trash habe ich schon gewisse Erfahrung, z.B. las ich fünf Bücher von Helge Schneider, darunter sein Meisterwerk "Zieh Dich aus, Du alte Hippe".
Fils Buch reiht sich aber eher ein in die Serie autobiographischer Titel, die in den letzten Jahren erschienen sind, etwa von Heinz Strunk oder Rocko Schamoni. Auch wenn ich ersteren nicht gelesen habe und zweiteren nur als Hörbuch, so glaube ich doch, daß sie eine selbstironische Aufbereitung ihres Erwachsenwerdens gemein haben. Das wiederum führt mich zur Frage, ob diese Art von "Literatur" ein eigenes (Sub-)Genre darstellt und wenn ja, wie es heißt.
Fil verwendet eine ganz charmante Art der Selbstironie und darüber vergißt man faßt wie extrem schwer er sich in seiner Pubertät getan hat. Im Gegensatz zu Rocko Schamoni, der sich in "Dorfpunks" hauptsächlich über sein eigenes Bestreben danach, cool zu sein, lustig macht, geht es bei Fil irgendwie um seine eigenen Dummheiten, die er gar nicht zu rechtfertigen versucht.
Insgesamt ist meine Bilanz über Fils „Pullern im Stehn“ also eher positiv. Allerdings hat mir ca. das zweite Drittel nicht mehr so gut gefallen. Als er auf das Schiff kommt, läßt es irgendwie nach. Vor allem hat mich gestört, daß es ab da praktisch nur noch um seinen Schwanz geht. Fil selbst sieht das wahrscheinlich anders – für ihn war das bestimmt eine wichtige Erfahrung und er hat sich wohl besonders viel Mühe mit dieser Stelle gegeben. Bei mir hat es jedoch nicht funktioniert. Außerdem wirken die allerletzten Kapitel lustlos. Man hat das Gefühl, die Luft ist raus.
Für die Kenner von Didi&Stulle vielleicht noch ein Kommentar. Während sich Fil in der Geschichte mit der Chefredakteurin als dick darstellt – ihr erinnert Euch, er saß nackt in einer Pappkiste – beschreibt er sich in dem Buch als groß, schlank und ungelenk.
Nachtrag: morgenpost
Nachtrag2: "das ist alles echt, ich habe nur Sachen weggelassen"
Nachtrag (6.12.2019): Literaturquadrat
Wie der Name erahnen läßt, handelt sich um Trash, was aber den Vorteil hat, daß ein Legasteniker wie ich es in vertretbarer Zeit lesen kann. Mit Trash habe ich schon gewisse Erfahrung, z.B. las ich fünf Bücher von Helge Schneider, darunter sein Meisterwerk "Zieh Dich aus, Du alte Hippe".
Fils Buch reiht sich aber eher ein in die Serie autobiographischer Titel, die in den letzten Jahren erschienen sind, etwa von Heinz Strunk oder Rocko Schamoni. Auch wenn ich ersteren nicht gelesen habe und zweiteren nur als Hörbuch, so glaube ich doch, daß sie eine selbstironische Aufbereitung ihres Erwachsenwerdens gemein haben. Das wiederum führt mich zur Frage, ob diese Art von "Literatur" ein eigenes (Sub-)Genre darstellt und wenn ja, wie es heißt.
Fil verwendet eine ganz charmante Art der Selbstironie und darüber vergißt man faßt wie extrem schwer er sich in seiner Pubertät getan hat. Im Gegensatz zu Rocko Schamoni, der sich in "Dorfpunks" hauptsächlich über sein eigenes Bestreben danach, cool zu sein, lustig macht, geht es bei Fil irgendwie um seine eigenen Dummheiten, die er gar nicht zu rechtfertigen versucht.
Insgesamt ist meine Bilanz über Fils „Pullern im Stehn“ also eher positiv. Allerdings hat mir ca. das zweite Drittel nicht mehr so gut gefallen. Als er auf das Schiff kommt, läßt es irgendwie nach. Vor allem hat mich gestört, daß es ab da praktisch nur noch um seinen Schwanz geht. Fil selbst sieht das wahrscheinlich anders – für ihn war das bestimmt eine wichtige Erfahrung und er hat sich wohl besonders viel Mühe mit dieser Stelle gegeben. Bei mir hat es jedoch nicht funktioniert. Außerdem wirken die allerletzten Kapitel lustlos. Man hat das Gefühl, die Luft ist raus.
Für die Kenner von Didi&Stulle vielleicht noch ein Kommentar. Während sich Fil in der Geschichte mit der Chefredakteurin als dick darstellt – ihr erinnert Euch, er saß nackt in einer Pappkiste – beschreibt er sich in dem Buch als groß, schlank und ungelenk.
Nachtrag: morgenpost
Nachtrag2: "das ist alles echt, ich habe nur Sachen weggelassen"
Nachtrag (6.12.2019): Literaturquadrat
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Sau
diegolego, 12:19h
Ihr lest ja auch alle fleißig Kais Blog, dann habt Ihr bestimmt dieses Foto gesehen - kraß.
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mein Gesichtsausdruck zum Thema Griechenlandkrise
diegolego, 02:08h

mein Gesichtsausdruck zum Thema Griechenlandkrise
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Freitag, 14. August 2015
Horst Salinger
diegolego, 08:46h
Die Sommertage habe ich genutzt, um mal wieder heimlich in Buch zu gucken, und zwar "Die Aufgabe der Literatur oder Wie Schriftsteller lernten, das Verstummen zu überleben" von Ulrich Horstmann (ich hatte bereits etwas zu seinem Untier gepostet). In dem Buch geht es um Schriftsteller, die das Schreiben aufgegeben haben.
Da ich nicht viel lese, kannte ich eigentlich nur Salinger und bin direkt auf Seite 110 eingestiegen. Er ist mit The Catcher in the Rye bekannt geworden (auch darüber schrieb ich). Seit Hapworth 16, 1924 von 1965 habe der Autor keine Zeile mehr publiziert. "Schließlich haben wir nicht nur Zeugnisse nachlassender narrativer Kompetenz, sondern auch Dokumente einer sich aufschaukelnden Unlust am Erzählen vor uns, zunehmend lieblos Zusammengeschustertes, literarischer Pfusch, aus dem der Pfuscher keine Hehl macht." Horstmanns Buch ist 2009 erschienen und Salinger verstarb 2010.
Ich erinnerte mich, dass vor ein paar Jahren in den Medien von bisher unveröffentlichten Texten zu lesen war. Und in der Tat berichtet z.B. der Guardian von An Ocean Full of Bowling Balls, Paula, and Birthday Boy. Nach dem Willen des Autors sollte erstere nicht vor 2060 veröffentlicht werden – nun war sie aber im Internet geleakt. Horstmann erwähnt am Ende des Kapitels "Man raunt etwas von mehreren fertiggestellten Manuskripten im Safe, die Salinger zu Lebzeiten allerdings nicht mehr veröffentlichen wolle".
Nachtrag: Samuel Beckett kenne ich natürlich auch - das Kapitel habe ich aber noch nicht geleesen.
Nachtrag (9.12.2019): Literaturquadrat
Da ich nicht viel lese, kannte ich eigentlich nur Salinger und bin direkt auf Seite 110 eingestiegen. Er ist mit The Catcher in the Rye bekannt geworden (auch darüber schrieb ich). Seit Hapworth 16, 1924 von 1965 habe der Autor keine Zeile mehr publiziert. "Schließlich haben wir nicht nur Zeugnisse nachlassender narrativer Kompetenz, sondern auch Dokumente einer sich aufschaukelnden Unlust am Erzählen vor uns, zunehmend lieblos Zusammengeschustertes, literarischer Pfusch, aus dem der Pfuscher keine Hehl macht." Horstmanns Buch ist 2009 erschienen und Salinger verstarb 2010.
Ich erinnerte mich, dass vor ein paar Jahren in den Medien von bisher unveröffentlichten Texten zu lesen war. Und in der Tat berichtet z.B. der Guardian von An Ocean Full of Bowling Balls, Paula, and Birthday Boy. Nach dem Willen des Autors sollte erstere nicht vor 2060 veröffentlicht werden – nun war sie aber im Internet geleakt. Horstmann erwähnt am Ende des Kapitels "Man raunt etwas von mehreren fertiggestellten Manuskripten im Safe, die Salinger zu Lebzeiten allerdings nicht mehr veröffentlichen wolle".
Nachtrag: Samuel Beckett kenne ich natürlich auch - das Kapitel habe ich aber noch nicht geleesen.
Nachtrag (9.12.2019): Literaturquadrat
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hipster, popper & mods
diegolego, 08:20h
Ich glaube ja, daß das was heute die Hipster sind, früher die Popper waren.
Der Kerl mit der Mandoline z.B.:
Als Hipster geht er locker durch - macht aber Popmusik.
Und was früher die Popper waren (normahl), waren ganz früher die Mods.
Ich darf das alles nur nicht Fiete erzählen, weil er mir sonst die Freundschaft kündigt.
Nachtrag: eine kurze google-Suche hat dies zu Tage gebracht
Der Kerl mit der Mandoline z.B.:
Als Hipster geht er locker durch - macht aber Popmusik.
Und was früher die Popper waren (normahl), waren ganz früher die Mods.
Ich darf das alles nur nicht Fiete erzählen, weil er mir sonst die Freundschaft kündigt.
Nachtrag: eine kurze google-Suche hat dies zu Tage gebracht
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Donnerstag, 13. August 2015
Crowdblower
diegolego, 17:23h
Freihandelsabkommen TTIP: WikiLeaks lockt Whistleblower mit Geld
Mein Freund Yanis ist dabei.
Nachtrag: Ich hatte das mal so kommentarlos gepostet. Jetzt finde ich es ein bißchen grenzwertig, weil ein Whistleblower das ja aus Überzeugung sein sollte und nicht das Geldes wegen. Abgesehen davon sind 100k auch nicht so viel, allerdings ist das TTIP-Ding auch nicht so dick, wie manch andere Leaks (obwohl ich auch nicht verstehe, weshalb das überhaupt geheim ist).
Mein Freund Yanis ist dabei.
Nachtrag: Ich hatte das mal so kommentarlos gepostet. Jetzt finde ich es ein bißchen grenzwertig, weil ein Whistleblower das ja aus Überzeugung sein sollte und nicht das Geldes wegen. Abgesehen davon sind 100k auch nicht so viel, allerdings ist das TTIP-Ding auch nicht so dick, wie manch andere Leaks (obwohl ich auch nicht verstehe, weshalb das überhaupt geheim ist).
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Progrom?
diegolego, 13:36h
Brandanschlag auf Nazi-Gegner?
Im mecklenburg-vorpommerschen Jamel ist in der Nacht die Scheune des Ehepaars Lohmeyer abgebrannt, das sich seit Jahren gegen die im Dorf dominierenden Neonazis engagiert. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Im mecklenburg-vorpommerschen Jamel ist in der Nacht die Scheune des Ehepaars Lohmeyer abgebrannt, das sich seit Jahren gegen die im Dorf dominierenden Neonazis engagiert. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
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Mittwoch, 12. August 2015
Erdbeersekt
diegolego, 11:52h
mitgehört im RE: "Jungs sind die besseren Zicken".
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Sonntag, 9. August 2015
5k gr
diegolego, 11:20h
Gestern habe ich an einem Lauf in dem Nachbardorf teilgenommen. 5km in 48min Platz 19. Das ist doch mal was.
Nachtrag: leivathonios.com
Nachtrag2: Startnummer 507.
Nachtrag: leivathonios.com
Nachtrag2: Startnummer 507.
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